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Sinn und Zweck des Energieausweises

Wie viel Benzin das eigene Auto verbraucht wissen die meisten, was die eigene Wohnung jedoch an Energie „schluckt“, können nur wenige sagen. Zur energetischen Qualität von Wohngebäuden existieren meistens keine objektiven Daten. Und das, obwohl ein großer Teil des Energieaufwandes in Haushalten für Heizen und Warmwasser aufgewendet werden. Der Energieausweis steht daher immer wieder im Vordergrund, wenn es um Immobilienfragen geht. Warum brauche ich einen solchen und welchen Sinn steht dahinter?
Zuallererst dient ein Energieausweis der Information von Mietern oder Immobilienkäufern über den energetischen Zustand des betreffenden Hauses oder der Wohnung. Er ist als Instrument konzipiert, das den Verbraucherschutz stärkt und Informationen darüber verpflichtend macht, in welcher Größenordnung sich die Energieverbräuche der Immobilie (und somit auch die Nebenkosten) bewegen können.

Der Energieausweis für Gebäude ist vergleichbar mit dem Typenschein eines Autos. Alle wesentlichen Kennzahlen in Bezug auf den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser sind daraus ersichtlich. Er enthält zusätzlich Vorschläge, wo noch Verbesserungsmaßnahmen möglich sind, und welches Energieeinsparpotential damit erreicht werden kann. Nicht verschwiegen werden darf aber, dass die Berechnungen zum Teil auf Standardannahmen beruhen und dementsprechend nur „Bandbreiten“ darstellen. Hinzu kommt noch das individuelle Heizverhalten der jeweiligen Bewohner, sodass alle Angaben mit entsprechender Vorsicht zu betrachten sind.

Bislang war die Vorlage eines Energieausweises bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages verpflichtend, aber es gab keine Sanktionen oder Strafen, wenn dies nicht erfolgt ist. Es wurde einfach von einer, der Art und dem Alter des Gebäudes üblichen Energiebilanz ausgegangen.

Ab 01. Dezember 2012 wird nun die bisherige Regelung insofern verschärft, als bereits in Immobilienangeboten die maßgeblichen Energiekennzahlen veröffentlicht werden müssen. Und wenn dem Käufer/Mieter bei Vertragsabschluss kein Energieausweis übergeben wird ist dies nunmehr mit einer Verwaltungsstraße bis zu € 1.450,-- bedroht. Außerdem haftet nunmehr der Aussteller des Energieausweises für die errechneten Kennzahlen dem Käufer/Mieter, auch wenn der Auftrag vom Verkäufer/Vermieter erteilt wurde.

Zusammenfassend ist der Energieausweis insofern positiv zu sehen, als er teilweise die Transparenz bei Verkaufs- und Vermietungsgeschäften erhöht und das Energiebewußtsein schärft. In nachgefragten und hochpreisigen Gegenden, wie der Region Kitzbühel jedoch, werden Kaufentscheidungen für Häuser und Wohnungen auch zukünftig nicht anhand von Energieausweisen getroffen. Denn in solchen Regionen ist in erster Linie die Lage der jeweiligen Immobilie kaufentscheidend. Energiestandards können nachträglich geändert und verbessert werden, die Lage einer Immobilie nicht. Somit hat dieser Ausweis für Immobilien im höheren Preissegment keine Bedeutung.


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